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US-Präsident Barack Obama hat erstmals explizit die geplante neue Afghanistan-Strategie seiner Regierung mit dem kompletten Rückzug der zurzeit 16.000 amerikanischen Soldaten aus dem Land verbunden. In der Nachrichtensendung „60 Minutes“ des Senders CBS wies Obama darauf hin, dass nicht der Eindruck entstehen dürfe, dass die militärische Präsenz der USA in Afghanistan dauerhaft sein werde. Deswegen müsse nicht nur eine umfassende Strategie, sondern auch eine Ausstiegsstrategie gesucht werden. Erst wenige Tage vor seinem Auftritt in dem Sender hatte Obama nahezu eine Verdoppelung der US-Streitkräfte am Hindukusch angekündigt.

Die geplante Truppenaufstockung verteidigte Obama auf CBS ausdrücklich. Auch eine strategische Neuausrichtung der Afghanistanpolitik müsse die Schwächung der Taliban und der Terrorgruppe Al Kaida zum Ziel haben, betonte der US-Präsident. Die Voraussetzung für einen Rückzug des US-Truppen wäre nach seinen Worten nur dann gegeben, wenn Al Kaida weder die USA noch deren Interessen und Verbündete angreifen könnte. Als weitere mögliche Maßnahmen seiner Politik für Afghanistan nannte Obama eine verstärkte Wirtschaftshilfe für das Land, eine verbesserte Kooperation mit den militärisch dort engagierten Verbündeten sowie vermehrte diplomatische Initiativen in Pakistan, das als Rückzugsgebiet der Taliban und der Terroreinheiten von Al Kaida gilt. Weitere Einzelheiten zu seiner neuen Afghanistanpolitik und zu der angekündigten Ausstiegsstrategie könnte der US-Regierungschef Anfang April auf seiner Europa-Reise bekanntgeben.

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