posted by admin on Mrz 28
Der neue Präsident der USA, Barack Obama, plant laut verschiedenen Medienberichten, den Kampf gegen die Taliban und die radikale Al-Qaida in Afghanistan deutlich auszuweiten. Zusätzlich zu den bereits bekannten 17.000 Soldaten sollen nun weitere 4.000 Einsatzkräfte ins Land gesandt werden, die vorwiegend als Ausbilder und Berater der Streitkräfte tätig werden sollen.
Viele Experten gehen davon aus, dass Barack Obama diese neuen Zahlen auf dem NATO-Gipfel präsentieren und vor allem von Europa weiteres Engagement fordern wird. Bundeskanzlerin Angela Merkel hingegen hält das deutsche Kontingent in Afghanistan derzeit für ausreichend, die Entsendung weiterer Soldaten kommt für Merkel daher derzeit nicht in Frage. Diese Meinung wird sie auch auf dem NATO-Gipfel am 3. Und 4. April in Straßburg und Kehl vertreten.
Bereits Anfang März hatte Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung die Entsendung von weiteren 600 deutschen Soldaten angekündigt, die ab Sommer die Truppen am Hindukusch verstärken sollen. 400 dieser Soldaten werden wohl dauerhaft stationiert bleiben, um so die bereits 3.800 Mann vor Ort zu unterstützen. Weiterhin bleibt die Bundesregierung bei ihrer Ablehnung, Truppen in den gefährlichen Süden des Landes zu entsenden.
Der NATO-Gipfel im April 2009 wird anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Verteidigungsbündnisses abgehalten. Bundeskanzlerin Merkel bezeichnete dabei den Einsatz in Afghanistan, bei dem derzeit 50.000 NATO-Soldaten in Afghanistan tätig sind, als eine der wichtigsten Aufgaben der NATO und als Bewährungsprobe.
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